Donnerstag, 17. August 2017

#48 When Disney got me.

Walt Disney. Well, nearly everytime when a discussion about the Disney movies comes up, it ends kinda like "Yep, that's why our generation is so fucked up. All the girls think to be a princess and that all the men have to be that prince on that white horse. And then you have to be that 'happily ever after' thing, which doesn't exist at all." And it's kinda true. I don't know how long I thought that everything has to be perfect and if it's not, you might have to find another man because you found the "wrong one". It wasn't only Disney who taught me that, but these movies had a lot of impact. So it's quite interesting to watch them again now - after years of new experiences, from a new point of view. And it's even more interesting, that Disney still gets me - even if not in the way, it might have been intended to be.

I've been watching "The Beauty and the Beast" today. Some of you might remember the legendary dancing scene - tales as old as time. So after that beautiful dance, Belle and the Beast step out on the balcony. And there is this dialogue, that totally got me.

Beast: "It's foolish, I suppose ... for a creature like me to hope ... that one day he might earn your affection."
Belle: "I don't know."
Beast: "Really? You think you could be happy here?"
Belle: "Can anybody be happy if they aren't free?"

A few months ago I sat in a cinema seat, next to a man I loved. And while listening to these words I started crying. I loved him and I wanted to be happy with him, but I knew that in this relationship I wasn't free. I couldn't be me. And if I would have done things "my way", I would have hurt him badly. Too hard for this relationship to survive.
Realizing that sometimes love is not enough sucks. But it's always a chance, too. Because I found out what I really need to be a happy woman. I evolved. And this brings me back to now.

I wrote about my open relationship and about my jealousy-problems. I mentioned that my partner wants - and needs - his freedom as well. And sometimes he seems to be merciless by making decisions and steps, which are hard for me. But I know. I know how it feels to NEED freedom. I know that feeling, like laying in chains, like trying to breathe but you can't. When all you want is to break free. To be who you want to be.

So be that person, Darling. Live. And love. And be free. And so do I.


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Ich übersetze das mal frei für alle, deren Englisch nicht so dolle ist ;)

Walt Disney. Ungefähr jedes Mal, wenn über Disneyfilme diskutiert wird, endet die Diskussion bei sowas wie "Yep, und das ist der Grund, warum unsere Generation so abgefucked ist. Die Mädels denken alle, sie seien Prinzessinnen und die Männer müssten dann entsprechend der Prinz auf dem weißen Pferd sein. Und dann muss man unbedingt dieses 'Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende'-Ding haben, das es gar nicht gibt." Und irgendwie stimmt das auch. Ich weiß gar nicht wie lange ich dachte, dass alles perfekt sein muss und dass es, falls es das nicht ist, einfach am falschen Mann liegt und man nur "den Richtigen" finden muss. Das habe ich bestimmt nicht nur von Disney gelernt, aber die Filme hatten schon einen gewissen Einfluss. Und daher ist es schon spannend, die Filme heute nochmal zu sehen - nach Jahren voller neuer Erfahrungen und von einem neuen Standpunkt aus. Und es ist eigentlich noch spannender, dass Disney mich auch heute noch berührt - wenn vielleicht auch nicht auf die ursprünglich bezweckte Art und Weise.

Ich habe mir heute "Die Schöne und das Biest" angesehen. Manche von euch mögen sich vielleicht noch an die legendäre Tanzszene erinnern - Märchen schreibt die Zeit. Nach diesem wunderschönen Tanz treten Belle und das Biest auf den Balkon hinaus. Und dort entsteht dieser Dialog, der mich absolut berührt hat.


Biest: "Es ist töricht, nehme ich an, wenn eine Kreatur wie ich hofft, sie könnte eines Tages deine Zuneigung gewinnen."
Belle: "Ich weiß nicht."
Biest: "Wirklich? Könntest du hier glücklich werden?"
Belle: "Kann man glücklich sein, wenn man nicht frei ist?"


Vor ein paar Monaten saß ich in einem Kinositz neben einem Mann, den ich liebte. Und während ich diesen Worten lauschte, begann ich zu weinen. Ich liebte ihn und ich wollte glücklich mit ihm sein, aber ich wusste, dass ich in dieser Beziehung nicht frei sein kann. Ich konnte nicht ich sein. Und wenn ich meinen Weg einfach gegangen wäre, dann hätte ich ihn verletzt. Zu sehr, als dass diese Beziehung das überlebt hätte.
Festzustellen, dass Liebe nicht ausreicht, suckt. Aber es ist auch immer eine Chance. Denn ich fand heraus was ich wirklich brauche, um eine glückliche Frau zu sein. Ich habe mich entwickelt. Und das bringt mich zurück zu heute.

Ich schrieb bereits über meine offene Beziehung und über meine Probleme mit der Eifersucht. Ich habe auch erwähnt, dass mein Partner ebenso seine Freiheit möchte - und braucht. Und manchmal mag er gnadenlos wirken, wenn er Entscheidungen trifft und Schritte macht, die hart für mich sind. Aber ich weiß es. Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn man seine Freiheit BRAUCHT. Ich kenne das Gefühl, als würde man in Ketten liegen, als würde man versuchen zu atmen, aber keine Luft kriegen. Wenn man nur noch ausbrechen will. Derjenige sein, der man sein will.

Also sei dieser Mensch, Darling. Lebe. Und liebe. Und sei frei. Wie ich.

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