Dienstag, 31. Januar 2017

#34 Mein Netz.

Es gibt diese Tage, da bekommt man das Gefühl, dass die Erde unter den Füßen zu beben beginnt. Dass der Wind zu stark wird, dass man davon getragen wird, ohne die Kontrolle zu haben. Dass der Regen solche Fluten bringt, dass man sich nicht länger über Wasser halten kann. Das ist nicht neu.

Wirklich neu für mich ist, dass jeder das erlebt. Egal für wie sicher und gesetzt man zwischenmenschliche Beziehungen oder den eigenen Alltag hält, es kann immer irgendwas passieren. Egal wie groß die Vorbilder sind - auch ihnen geht es so. Es fällt ein Satz,  es vergeht eine Sekunde, man blinzelt einmal. Und dann ist alles irgendwie anders. Bei jedem. Immer wieder.

Das ist der Moment, in dem das Netz greift. Es gibt diese Menschen, die sind immer da. Tag und Nacht. Und selbst wenn sie nicht da sind, sind sie da. Sie sind stille Begleiter. Das Wissen, dass es sie gibt, ist tröstlich. Sie finden die Worte, die du brauchst. Halten die Erde unter deinen Füßen an. Verwurzeln dich, sodass der Sturm dich nicht mit sich tragen kann. Und halten dich über Wasser, bis die Ebbe zurückkehrt.

Wenn du begriffen hast, dass es sie gibt. Wenn du darauf vertrauen kannst, dass sich immer noch da sind, egal was passiert. Wenn du weißt, dass du nicht alleine bist, egal wie dumm du dich anstellst. Wenn der Tag kommt, an dir klar wird, dass du nur weich fallen kannst. Dann hast du dein Netz gewoben.

Dieser Eintrag ist kurz, aber er sagt alles, was ich euch sagen will. Ich habe diese Menschen. Es gibt einen kleinen Kreis um mich, den ich um nichts in der Welt mehr missen will.
Ihr seid mein fester Stand und meine Luft zum atmen. Ihr macht mir Mut. Und ihr helft mir zu wachsen. Dafür danke ich euch.

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