Sonntag, 30. August 2015

#13 Wut. Und Verletzlichkeit.

Ich würde ja supergerne nur noch Einträge schreiben, die das Bild vermitteln, dass ich vollauf Basis-gechillt bin, mein Leben superflauschig ist und grüne Wiesen und blauer Himmel und so. Aber ich bin gerade einfach nur wütend.
Ich hatte schon vor zwei Stunden angefangen diesen Post zu schreiben, habe ihn aber nach drei Sätzen wieder gelöscht weil mir klar wurde, dass das wahrscheinlich viel mehr Leute lesen werden als mir lieb ist. Und um ehrlich zu sein ist mir das jetzt zwar immer noch bewusst, aber wesentlich egaler (Gibts die Steigerung von egal eigentlich? Selbst wenn nicht, heute gibts die eben.). Und zwar weil ich so f***ing wütend bin, dass ich nicht mal schlafen kann.
Ich hasse das ja. Kennt ihr das auch, wenn ihr so wütend seid, dass nichts mehr rauskommt außer Tränen und komischen, nicht-ernstzunehmenden Fiep-Lauten? So sah heute mein Nachmittag aus. Und ich koche immer noch.

Ich frage mich gerade, wie ich mir das jetzt von der Seele schreiben kann, ohne zu erwähnen, um was es wirklich und im Detail geht, denn das wäre vielleicht nicht unbedingt mir zu privat, aber ganz sicher den Personen, die das betrifft. Also muss ich mich wohl damit zufrieden geben, dass ich hier noch ein paar Mal schreibe, dass ich EINFACH NUR SCHEISSE WÜTEND BIN (wow, gerade verstehe ich, warum so viele den Capslock zur inneren Befreiung nutzen) und das es VERDAMMT NOCHMAL ZUM KOTZEN IST, WENN MAN SICH VERLETZLICH MACHT!

Und da es mir dank Capslock tatsächlich gleich ein bisschen besser geht, muss ich mich an dieser Stelle irgendwie auch nochmal selbst korrigieren. Denn auch wenn Verletzlichkeit richtig oft richtig zum kotzen ist, so ist sie doch auch ziemlich essentiell. Und keine kann das besser erklären als Brené Brown im TED Talk: Click!

Ich bin immer noch wütend, aber jetzt ist es besser. Ich wünsche euch eine gute Nacht!

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